· 

Der Generation Mitte geht es so gut wie seit vielen Jahren nicht mehr

 Lebensqualität in Deutschland


Generation Mitte
Foto: © Ralf Geithe / fotolia.com
  • Generation Mitte würdigt hohe Lebensqualität in Deutschland. 
  • Die neue Bundesregierung soll das Pflege-, Renten- und Gesundheitssystem zukunftsfähig machen, mehr für die innere Sicherheit tun und soziale Unterschiede verringern. 
  • Der Viertel wünschen sich gute Altersversorgung über den Arbeitgeber.

Der mittleren Generation in Deutschland geht es immer besser: Die 30- bis 59-jährigen machen sich geringere Sorgen um ihren Lebensstandard und haben weniger Angst vor Arbeitslosigkeit als in den Vorjahren. In einer Allensbach-Umfrage im Auftrag des Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) bewerteten zudem vier von fünf Befragten (79%) ihre Lebensqualität als gut oder sehr gut. 

 

Deutschlands Stärken und Schwächen

 

Die gute wirtschaftliche Lage schlägt sich auch auf die Lebensqualitäten des Landes insgesamt nieder, die die Befragten als eine der größten Stärken Deutschlands wahrnehmen (80%) - neben dem kulturellen Angebot (83%), der Meinungs- und Pressefreiheit (80%) und dem Gesundheitssystem (70%). Im Gegensatz dazu zählt die Generation Mitte das Pflege- und Rentensystem (66% und 59%), wachsende Unterschiede zwischen Arm und Reich (77%) und die Integration von Zuwanderern (62%) zu den Schwächen Deutschlands.

 

Vor der neuen Bundesregierung erwarten die 30- und 59-jährigen vor allem Sicherheit: 84%fordern das Gesundheitssystem, 76% das Rentensystem zukunftssicher zu machen. 79% wünschen sich geringere soziale Unterschiede, jeweils 78% verlangen einen entschiedenen Kampf gegen Kriminalität und Terrorismus.

Altersvorsorge: Hohe Hürden für die Verlängerung der Lebensarbeitszeit

 

Knapp 60% der Befragten plädieren für eine bessere Förderung der privaten und betrieblichen Altersversorgung. Drei Viertel wünschen sich zudem eine gute Altersversorgung über den Arbeitgeber. Gerade einmal ein Viertel sieht das für sich als erfüllt an. Der GDV-Präsident Wolfgang Weiler sieht in der betrieblichen Altersversorgung deswegen einen wichtigen Hebel für die Personalpolitik vieler Unternehmen.

 

Nur ein Viertel der Befragten lehnt einen späteren Renteneintritt kategorisch ab. Die Mehrheit verknüpft ihre Bereitschaft aber mit Forderungen nach finanziellen Anreizen und Erleichterungen im Arbeitsalltag. Weiler sprach sich für die Einsetzung einer Rentenkommission in der kommenden Legislaturperiode aus. Lebenserwartung und Rentendauer steigen immer weiter. Die Deutschen beziehen heute im Schnitt 20 Jahre lang Rente - doppelt so lange wie in den 70er Jahren. 

 

Über die "Generation Mitte"

 

Die mehr als 35 Mio. 30- bis 59-jährigen in Deutschland stehen mitten im Berufsleben, erziehen Kinder und finanzieren die sozialen Sicherungssysteme. Sie stellen 70% der Erwerbstätigen dar und erwirtschaften über 80% der steuerpflichtigen Einkünfte. Die "Generation Mitte" ist damit im wahrsten Sinne des Wortes der "Leistungsträger" unserer Gesellschaft. Der GDV beauftragt das Institut für Demoskopie Allensbach seit 2013 dieser breiten Bevölkerungsschicht einmal jährlich "den Puls zu fühlen" und ihre Einstellungen, Erwartungen und Ängste zu erforschen.

 

Präsentation als PDF herunterladen.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0